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FRAUENHEILKUNDE

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Frauenheilkunde

In den letzten Jahren haben Vorsorgeuntersuchungen in den Praxen der Niedergelassenen einen besonders hohen Stellenwert erlangt. Beispielsweise werden seit 1971 für Personen ab dem 20. Lebensjahr Krebsfrüherkennungs-untersuchung angeboten, bei denen u. a. Veränderungen am Gebärmutterhals mit einem einfachen Abstrich (sogenannter PAP-Test) lange Zeit vor dem Ausbruch einer Krebserkrankung festgestellt werden können, was die Heilungschancen stark erhöht hat. Durch einen Test auf humane Papillomviren (HP-Viren) kann die Diagnostik weiter verbessert werden. Seither ist die Zahl der Cervix-Carcinome (bösartige Veränderungen am Gebärmutterhals) in Deutschland massiv zurückgegangen.

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Vorsorge

Als weitere Vorsorgemaßnahme steht seit einigen Jahren eine frühzeitige Impfung gegen die meisten „High Risk“-HP-Viren für Mädchen ab dem 9. Lebensjahr und seit kurzem auch für Jungen zur Verfügung. Damit wird zusätzlich das Risiko für einige Formen von Vulvacarcinomen (bösartige Veränderungen am äußeren weiblichen Genitale), von Peniscarcinomen (bösartige Veränderungen am männlichen Genitale) und von Zungen-/Gaumencarcinomen verringert. Auch die regelmäßige Untersuchung der weiblichen Brust und die digitale Enddarmuntersuchung gehören zum Vorsorgeangebot einer gynäkologischen Praxis. Bei auffälligen Befunden wird dann gegebenenfalls eine Ultraschalluntersuchung der Brust oder des weiblichen Genitales durchgeführt.

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Beratung

Endokrinologisches Verständnis gehört zum Basiswissen jeder gynäkologischen Praxis. Frauenärzt_innen beraten auch bezüglich der verschiedene Verhütungsmethoden, wie die natürliche Familienplanung oder die geeignete Pille. Sie setzen Spiralen ein oder geben eine Spritze zur Verhütung.

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Beratung

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt in der gynäkologischen Praxis ist die Planung, Betreuung und Begleitung von Schwangerschaften.

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Beratung

Das Fachgebiet Frauenheilkunde ist zudem vielfältig mit den Problemen der Sexualität direkt oder indirekt assoziiert. Sexualmedizinische Belange durchziehen alle Teilgebiete des Faches. Das schließt alle Dimensionen der Sexualität ein, die Fortpflanzungsdimension, die Lustdimension und die Beziehungsdimension. Störungen des Sexuallebens beeinträchtigen die Gesundheit und das Wohlbefinden und haben einen hohen Krankheitswert. Sie können nicht nur beseitigt, sondern auch präventiv vermieden werden.

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Muss man unbedingt zum Frauenarzt?

Ja, ab dem 21. Lebensjahr sollte man regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen. Natürlich auch schon früher, wenn man Beschwerden hat wie zum Beispiel starke Regelschmerzen, Blutungsstörungen oder den Wunsch nach Verhütung. Auch bei Entzündungen und Veränderungen im Genitalbereich oder an der Brust sollte man den Frauenarzt_in aufsuchen

Die häufigsten Fragen in der gynäkologischen Praxis

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Macht die Pille dick?

Nein! Keine Sorge, die Pille macht nicht dick. Östrogene können zum Beginn der Einnahme zu einer geringen Wassereinlagerung führen, das gleicht sich aber nach einigen Wochen wieder aus.

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Macht die Pille unfruchtbar?

Nein! Nur solange sie eingenommen wird. Nach dem Absetzen kann man schon sofort im ersten Zyklus schwanger werden.

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Wer übernimmt die Kosten für die Pille?

Bis zum 20. Geburtstag werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen. Danach muss jede Frau selbst für ihre Verhütung bezahlen. Es gibt nur seltene Ausnahmen für die die gesetzlichen Krankenkassen die Kostenübernehmen. Auskunft darüber erhalten sie bei ihrem Frauenarzt_tin.

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Was ist eine HPV- Infektion?

Das Humane Papilloma-Virus (HPV) ist sehr verbreitet und wird durch Geschlechtsverkehr übertragen. Die Infektion mit dem Virus kann zu gutartigen Genitalwarzen führen oder eine Entzündung am Muttermund verursachen, die vorübergehend Zellveränderungen bewirkt, keine Beschwerden macht und meistens ohne Folgen ausheilt. In seltenen Fällen kann eine langjährige HPV-Infektion zum Gebärmutterhalskrebs führen. Es gibt eine Impfung gegen die neun häufigsten HPV-Typen. Sie sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden und kann eine HPV-Infektion verhindern. Da die Impfung nur gegen die neun häufigsten HPV-Typen gerichtet ist, müssen geimpfte Frauen unverändert regelmäßig zur jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchung gehen. Die Kosten für die Impfung werden bei Mädchen zwischen dem 9. und 18. Lebensjahr von allen Krankenkassen übernommen, nach dem 18. Lebensjahr leider nur von einigen wenigen Kassen. Bitte informieren Sie sich direkt bei ihrer Krankenkasse. Dies gilt neuerdings auch für die Jungen.

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Was sind Myome?

Myome sind Wucherungen, die in der Muskelschicht der Gebärmutter (Myometrium) auftreten. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore der Frau und können sich bei jeder Frau entwickeln - in Europa ist Schätzungen zu Folge je nach Alter etwa jede zweite bis fünfte Frau im gebärfähigen Alter davon betroffen. Die gutartige Geschwulste sind zwar nicht lebensgefährlich, können aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Etwa die Hälfte der betroffenen Frauen bleibt mit einem Myom beschwerdefrei - bei ihnen ist keine Behandlung nötig. Bei den Übrigen treten am häufigsten Blutungsstörungen wie eine starke, langanhaltende schmerzhafte Monatsblutung oder Zwischenblutungen auf.

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Was sind Myome?

Myome sind Wucherungen, die in der Muskelschicht der Gebärmutter (Myometrium) auftreten. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore der Frau und können sich bei jeder Frau entwickeln - in Europa ist Schätzungen zu Folge je nach Alter etwa jede zweite bis fünfte Frau im gebärfähigen Alter davon betroffen. Die gutartige Geschwulste sind zwar nicht lebensgefährlich, können aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Etwa die Hälfte der betroffenen Frauen bleibt mit einem Myom beschwerdefrei - bei ihnen ist keine Behandlung nötig. Bei den Übrigen treten am häufigsten Blutungsstörungen wie eine starke, langanhaltende schmerzhafte Monatsblutung oder Zwischenblutungen auf.

Seltener klagen Myom-Patientinnen über unspezifische Schmerzen im Unterbauchbereich, Druck auf die Blase, häufigen Harndrang, Verstopfung, Kreuzschmerzen oder Beschwerden beim Geschlechtsverkehr. Diese Symptome entstehen, wenn das Myom durch sein Wachstum auf benachbarte Organe oder Nervenendigungen drückt und auf diese Weise die Funktion von Organen beeinträchtigt oder Schmerzen verursacht. Dadurch kann es zu Folgeerkrankungen wie einem Harnwegsinfekt oder einer Blutarmut (Anämie) kommen. In einigen Fällen werden Myome auch mit unerfüllten Kinderwunsch in Zusammenhang gebracht.

Wenn deutliche Beschwerden auftreten, können Myome mittels unterschiedlicher Methoden behandelt werden. Die Art der Therapie hängt von den Symptomen, der Größe und Lage des Myoms, dem Alter der Frau und ihrer Familienplanung ab.

Für schwangere Frauen stellt ein Myom manchmal ein Problem dar. Ob Beschwerden während der Schwangerschaft auftreten, ist im Einzelfall unterschiedlich. Grundsätzlich stimuliert eine Schwangerschaft aber das Wachstum von Myomen durch die vermehrte Hormonproduktion, so dass Myome unter Umständen schnell wachsen können und anfangen Probleme zu bereiten, obwohl sie vorher beschwerdefrei waren. Studien belegen, dass Fehl- und Frühgeburten bei schwangeren Myom-Patientinnen häufiger vorkommen als bei anderen Frauen. Wie und ob ein Myom bei einer schwangeren Frau behandelt werden muss, ist jedoch mit dem Frauenarzt zu klären.

Quelle: Frauenärzte im Netz ( BVF und DGGG )

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Was ist eine Endometriose?

Unter Endometriose versteht man das Auftreten von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutterhöhle. Eine Endometriose kann prinzipiell überall im Körper auftreten. Am häufigsten ist sie im kleinen Becken in unmittelbarer Nachbarschaft zur Gebärmutter zu finden. Über die Ursachen gibt es viele Theorien, von denen bisher keine bewiesen werden konnte. Bei Kinderlosigkeit findet man sehr häufiger eine Endometriose. Typisch sind die starken insbesondere Unterbauchschmerzen unmittelbar vor und auch noch während der Regel. Zur genauen Abklärung mit eventueller gleichzeitiger Therapie ist eine sogenannte Bauchspiegelung, ein operativer Eingriff in Narkose sinnvoll.

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Was ist mit Sex in der Schwangerschaft?

Gegen Geschlechtsverkehr ist bei normalem Schwangerschaftsverlauf nichts einzuwenden. Bei Blutungen, vorzeitigen Wehen, Muttermundsschwäche oder vor dem Muttermund liegendem Mutterkuchen sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.

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Was sind Hefepilze und wie macht sich eine Pilzinfektion bemerkbar? Wie behandelt man sie?

Zu den häufigsten Entzündungen der Scheide gehört die Infektion mit Hefepilzen (Candidose). Bemerkbar macht sie sich typischerweise mit einem weißlich / bröckeligen Ausfluss (Soor) sowie mit einem z. T. sehr starken Juckreiz. Nicht wie häufig angenommen ist eine mangelnde Hygiene Ursache für eine Entzündung (Candidose) sondern eher das Gegenteil, nämlich eine übertriebene Intimhygiene mit reizenden Seifen. Die Einnahme von Antibiotika oder Kortison kann eine Infektion begünstigen. Die Behandlung erfolgt mittels Scheidenzäpfchen/-cremes und ist in der Regel problemlos. Bei immer wiederkehrenden Infektionen kann eine längerfristige Tabletteneinnahme helfen.