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ANTI-AGING & Präventionsmedizin
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Die 7 Säulen der Präventions- und Anti-Aging Medizin

Die modern Anti-Aging Medizin setzt auf Prävention und basiert dabei auf 7 Säulen bzw. Teilbereiche, die sich gegenseitig beeinflussen. Ein gesunder Lebensstiel mit einer ausgewogenen Ernährung sollte dabei immer mit ausreichend Bewegung kombiniert werden. Darüber hinaus kann, sollte es notwendig sein, das Ganze mit einer individualisierten Zufuhr von Vitalstoffen und/oder körpereigenen Hormonen ergänzt werden. Eine weitere Säule stellt die mentale Gesundheit dar, um dem Stress des Alltags und der damit verbundenen Erkrankungen entgegen zu wirken. Abgerundet wird dieses ganzheitliche Konzept durch minimale, ästhetische Eingriffe. Allen Säulen der modernen Präventionsmedizin haben jedoch eins gemeinsam: jede Intervention hat seinen optimalen Zeitpunkt, sei es nun innerhalb eines Tages, eines Monats oder Jahres, an dem er stattfinden sollte. Dieses neue Wissen bezeichnet man Chronbiologie, welche erst seit wenigen Jahren etabliert wurde und die positiven Effekte der Präventionsmedizin nachhaltig unterstützt.

Ganzheitlich gesundes Altern fördern

Aus dem Englischen übersetzt, bedeutet Anti-Aging-Medizin: Alterstypische Erkrankungen zu behandeln, mit dem doppelten Ziel, der Verlängerung der gesunden und der absoluten Lebensspanne. Kritiker unterstellen oft etwas anderes: Das Verneinen des Phänomens, kalendarisch zu altern – und das Stigmatisieren des Alters. Diese Vorwürfe sind entschieden nicht gerechtfertigt.

Anti-Aging ist die dem 21. Jahrhundert entsprechende Antwort auf die demografischen Veränderungen. Sie führen nach den Prognosen der WHO bis 2030 zu einer Umschichtung der Rangfolge der 15 bedeutendsten Ursachen für Krankheit und Tod. Drei Abkürzungen spiegeln die Realität wider: DALY (Disability Adjusted Life Years) ist die Summe der verlorenen Jahre durch vorzeitigen Tod (YLL) plus der verlorenen Jahre durch erkrankungsbedingte Behinderungen (YLD). Statistiker der WHO stellten die Frage: Wenn ein Mensch mit 60 Jahren stirbt, wie viel Leben geht dabei verloren? In der Standardbevölkerung verliert in diesem Beispiel der Mann 21,81 Jahre, die Frau 24,83 Jahre.

Im Gegensatz zur klassischen Reparaturmedizin, ist die Präventivmedizin Anti-Aging eine Möglichkeit, als gesunder Mensch jeden Alters selbstbestimmt und aktiv die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wichtige Säulen dieses Konzepts tragen nicht nur einen Torbogen, sondern eine Kolonnade oder gar eine ganze Säulenhalle:

Ausgerichtet am persönlichen Risiko, werden notwendige Voruntersuchungen durchgeführt. Sie können zum Beispiel diese Leistungen enthalten: Check-up, Anamneseerhebung, Lebenssituation (mit Ernährung, Bewegung), Fettmessung, Stressprofil, Bestimmung des biologischen Alters. Laboruntersuchungen liefern Aufschluss über: oxidativen Stress, Hormone, Faktoren für Herz-Kreislauferkrankungen, Tumormarker, Osteoporoserisiko und weitere Ergebnisse. Seit Jahren hat auch die funktionelle Gen-Diagnostik ihre Bedeutung in der Anti-Aging-Medizin. Beratungsgespräche leiten schließlich den wichtigsten Teil ein: das Anti-Aging-Programm.

Mit jeder Behandlung wird die Wahrscheinlichkeit steigen, DALY pro Patient und Krankheit zu reduzieren.

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Lebensstil

Persönliches Fehlverhalten und umweltbedingte Belastungen ausräumen

Für viele Alterungsprozesse ist der Lebensstil ein mitentscheidender Faktor. Durch die Lebensführung und die Umwelt können Risiken entstehen, die den Organismus unterbelasten, überbelasten oder schädigen. Schwere Fehler häufen sich in der Ernährung, durch chronischen Stress für Körper und Psyche, durch Rauchen und Alkoholmissbrauch, durch fehlende Regeneration und durch Bewegungsmangel. Wie ein Mensch lebt, kann die Entstehung bestimmter Krankheiten schicksalshaft beeinflussen. Das bezieht sich vor allem auf Herz-Kreislauf-Leiden, Krebserkrankungen, Diabetes oder Osteoporose. In der Regel verkürzen sie die Lebensdauer. Häufig sind sie zusätzlich mit chronischem Kranksein und Mobilitätsverlust verbunden. Betroffene erleiden erhebliche psychische Beeinträchtigungen mit Einschränkung der Lebensqualität.

Der Gedanke rechtzeitiger Prävention ist ein Grundelement der Anti-Aging-Medizin. Gleichzeitig wird die Selbstverantwortung gestärkt, die für jede Gesunderhaltung unverzichtbar ist. Lebensstilveränderungen können einen wichtigen Beitrag leisten, einen Patienten fit und gesund zu erhalten. In der Anti-Aging-Diagnostik spielt konsequenterweise die genaue Lebensstilanalyse eine große Rolle. Die Beratung zur Optimierung der Lebensführung ist aufwendig und erfordert spezifische Kenntnisse in unterschiedlichen Fachdisziplinen. Exemplarisch wichtige Bereiche sind: die Ernährung (Kalorien, Mikronährstoffe), der Konsum von Genussmitteln, die körperliche Aktivität, die Anamnese umweltbedingter Belastungen (besonders in Verbindung mit bestimmten Berufen oder vermuteten Expositionen), die psychosoziale Situation, sowie individuelles Stressmanagement.

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Ausgewogene Ernährung

Bestimmte Nahrungsmittel fördern die Gesundheit. Gut, dass inzwischen nicht nur Anti-Aging-Ärzte danach handeln.

Fünf bis sechs Mal pro Woche fettreichen Fisch (Omega 3), täglich mehrere Obst- und Gemüsemahlzeiten, mehr Tee als Kaffee, als Fleisch öfter Huhn und Pute (biologische Aufzucht), Weißmehl durch Vollkorn verdrängen: Für viele ist das im Alltag nicht leicht umsetzbar. Aber an Rezepten, die im Grunde auf neuen medizinischen Erkenntnissen beruhen, kommen Gesundheitsbewusste auf Dauer eigentlich nicht vorbei. Und die Hinweise werden immer interessanter. Ein Leben im Einklang mit der Umwelt und ihren Ressourcen kann dazu führen, dass sogar ein Naturgesetz seine Gültigkeit verliert und Männer älter werden als die Frauen – was das Dörfchen Campodimele bei Rom beweist. Das besondere Olivenöl, eine bestimmte Bohnensorte und ein extrem niedriger Salzverbrauch (3 statt 15 Gramm pro Tag) allein reichen als Erklärung für dieses Phänomen nicht aus.

Es ist eine Tatsache, die allerdings noch keine große Verbreitung gefunden hat: Durch gezielte Ernährung kann der Hormonhaushalt günstig beeinflusst werden. Deshalb bezieht jede runde Anti-Aging-Strategie die Antwort auf Ernährungsfragen mit ein. Neben den Genen kurbelt in erster Linie die Nahrungsverwertung Prozesse an, die das Altern bestimmen: die Entstehung von zellschädigenden Radikalen, die Verfügbarkeit von antioxidativ wirkenden Schutzstoffen, die Auswirkungen auf das Hormonsystem (nicht nur in Bezug auf Insulin). Jede Mahlzeit wirkt direkt in die zellulare Ebene hinein. Im Blickpunkt der Anti-Aging-Medizin steht deshalb immer die optimal erzielbare Nährstoffzufuhr. Zu den Küchen-Stars zählen: Traube, Tomate, Olive, Bohne, Brokkoli, Soja, Wildlachs, Hühnerfleisch, Spinat, Walnuss, Hafer und Kürbis. Sie dem Organismus durch Hungern oder Abmagerungsdiäten vorzuenthalten, bewirkt genau das Gegenteil und beschleunigt Alterungsprozesse. Dabei ist aber nicht nur wichtig was wir essen, sondern wann wir essen. Optimal sind drei Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendbrot) ohne jegliche Zwischenmahlzeit und/oder Snack.

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Bewegung

Die körperliche Belastung dem Alter anpassen. Nicht einzelne Aktivitäten halten gesund, sondern ihre Wirkung auf den Organismus

Mehr Sport = weniger Altern, diese Verkürzung wäre unkorrekt. Während körperlicher Leistung vervielfacht sich der Sauerstoffumsatz bis auf das Fünfzehnfache. Das erhöht sofort die Bildung schädlicher Radikale. Sie beschleunigen Alterungsprozesse. Die gute Nachricht: Der gesunde Organismus passt sich an. Unsere Radikalabwehr wappnet sich für vergleichbare Belastungen in der Zukunft. Das schützt auch vor Oxidationsschäden aus anderen Gründen, z. B. durch das Rauchen oder die PC-Abstrahlung.

Grundlage für einen positiven Effekt dieser Anti-Aging-Säule ist deshalb das Erzielen einer richtigen Reaktion auf die körperliche Belastung im Fitnessstudio, im Radsattel oder auf dem Tennisplatz. Was in der Jugend gesund war, kann im Alter wie eine Überforderung wirken: Die Anpassungsfähigkeit der Schutzsysteme schwindet mit den Jahren.

Der erfahrene Anti-Aging-Arzt wird die richtige Relation zwischen Schonung und körperlichem Stress finden. Und er wird die Leistungsreserven des Körpers durch Nährstoffempfehlung, die Zufuhr von Radikalenfängern oder die Unterstützung auf hormonaler Ebene untermauern.

Ein großer Teil des körperlichen Umbaus geht auf das Konto unzureichender Produktion von Botenstoffen, vor allem in der zweiten Lebenshälfte.

Auf fast romantische Art wird gelegentlich geschwärmt: »Körperliche Bewegung kommt am nächsten an eine Anti-Aging-Pille heran.« Der menschliche Organismus benötigt zweifellos Beanspruchung und Belastung. Kontinuierlich sinkende Aktivität trägt wesentlich zu der als normal empfundenen Alterung bei.

Die für körperliche Anti-Aging-Maßnahmen interessanteste Altersspanne liegt zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr. Messdaten aus Vergleichsstudien registrierten die Sauerstoffaufnahmekapazität und den Muskelstoffwechsel. Durch optimal dosierte Aktivität konnten Biomarker um bis zu 50 Prozent verbessert werden. Auch hier spielt die Chronobiologie eine wichtige Rolle: welche Art von Sport sie zu welcher zeit betreiben kann sich sehr stark auf deren Wirksamkeit auswirken.

Anti-Aging ist praktizierte Ganzheitsmedizin, deshalb sind alle Säulen unabdingbar.

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Supplementierung

Spezielle Wirkstoffe optimieren die Schutzfähigkeit und die Funktionserhaltung des Körpers. Am besten in tageszeitlich abgestimmter Versorgung (chronobiologisch)

Für die Wissenschaftler ist das Feld der Nährstoffe unserer 100.000. 000.000.000 Zellen von wachsendem Interesse. Jede einzelne erzeugt ein Molekül dessen, was wir Leben nennen, und benötigt wie ein Fließband den ununterbrochenen Zustrom von Rohmaterial. Sobald welches fehlt, wird es aus den Knochen, der Leber oder anderen Geweben geräubert oder durch schlechteres Material ersetzt. Oder die Produktion stoppt.

Allerdings wurde es nahezu aussichtslos, sich mit gewöhnlich verfügbaren Lebensmitteln ausreichend zu ernähren. Das ist nicht nur eine kritische Äußerung in Bezug auf überprozessiertes, hormonverstärktes, künstlich gefärbtes, übersüßtes und ballaststoffarmes Fast Food. Gemüse und Früchte kommen von mineralarmen Böden, Schlachttiere sind kostengünstigst aufgezogen, Fische und Meerestiere werden in Zuchtfarmen mit Antibiotika verseucht oder stammen aus mit Schwermetallen belasteten Gewässern und Flüssen.

Wir leben unser Leben in einem Tempo wie keine Generation vor uns, und entsprechend groß sind die Belastungen für unseren Organismus. Die Unterstützung der Schutzsysteme wird mit jedem Tag wichtiger. Vor allem die Neutralisierung der freien Sauerstoffmoleküle ist von größter Bedeutung.

Oxidativer Stress entsteht am stärksten bei der Umwandlung von Essen und Trinken in Energie und spielt bei der Entstehung von Krankheiten und bei Prozessen des Alterns eine schicksalhafte Rolle: bei Arteriosklerose, Diabetes, Arthritis, Leberschäden, Alzheimer, Krebs und bei Schäden am zentralen Nervensystem.

Bin ich optimal versorgt? Eine der wichtigsten Fragen, die von der Anti-Aging-Medizin beantwortet werden. Das geschieht auf der Basis von mehr als 1.000 relevanten wissenschaftlichen Veröffentlichungen jährlich.

Eine große Zahl von Phytostoffen besitzt antiinflammatorische und antioxidative Potentiale. Andere pflanzliche Substanzen erzielen im menschlichen Körper mild-hormonelle Wirkungen. Wichtig dabei ist jedoch, dass unterschiedliche Vitalstoffe zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Laufe eines Tages aufgenommen werden und daher auch nur zu diesen Zeiten verabreicht werden sollten.

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Hormonersatztherapie

Das Hormonsystem ist die entscheidende Altersuhr. Je älter wir werden, umso weniger kann es seine Aufgabe erfüllen

Ohne diese natürlichen Botenstoffe in unserem Körper läuft gar nichts. Für ein gesundes Leben benötigen wir Hormone ebenso wie den Sauerstoff und die Nahrung. Deshalb führt der altersabhängige Absturz der meisten Hormonsysteme zu gravierenden Störungen. Die Anti-Aging-Medizin findet sich nicht damit ab, dass diese Rückgänge »altersnormal« sind, denn die Auswirkungen der Defizite sind alles andere als unproblematisch. Mit Erfahrung angewendet, richtig dosiert, verhindert der Ausgleich des individuellen Mangels Risiken und Folgeerkrankungen.

Frauen wurde jahrzehntelang eine Hormonersatztherapie in Form von Tabletten verschrieben. Sie ist durch die Ergebnisse großer Studien in Verruf geraten. Die in den Wechseljahren ohnedies erhöhten Risiken, an Brustkrebs oder einer Thrombose zu erkranken, wurden durch die massive Hormongabe signifikant verstärkt. Gefährlich waren nicht die zugeführten Östrogene, sondern die Art der Verabreichung (oral eingenommen, über die Leber wirksam). Die junge, engagierte Anti-Aging-Medizin fand durch die einfache Veränderung der Darreichungsform eine eminente Verbesserung. Die Lösung: Creme, Gel, Pflaster. Über die Haut genügt ein Vierzigstel der früheren Hormongabe, um im Blut einen gewünschten, niedrigen Wirkspiegel zu erzielen! Ein präzise ermittelter Mangel kann gezielt ausgeglichen werden.

Die Top-Substanzen in der Anti-Aging-Hormonersatztherapie und ihre Haupt-Wirkbereiche:

  • DHEA (Vitalität, Fettstoffwechsel, Altersdiabetes)
  • Melatonin (Wach-Schlaf-Rhythmus, Immunsystem, Taktgeber der inneren Uhren)
  • Östrogen (Wechseljahrsbeschwerden, Osteoporose)
  • Pregnenolon (Gedächtnisleistung, Depression, Angst)
  • Progesteron (Wechseljahrsbeschwerden, Herz-Kreislauf)
  • Testosteron (Libido, Muskelkraft)
  • Wachstumshormon (Muskeln, Gehirn, Körperfett, Hautstraffung)

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Mentale Balance

Spiritualität! Langweilig? Nicht bei diesen Zielen: Die Lust am Leben erhalten, Probleme als Chance sehen, nach Niederlagen wieder aufstehen

Für viele ist es die essentiellste Herausforderung: den Körper im Einklang mit seinen ererbten Veranlagungen zu optimieren. Den Lebensstil anpassen. Sich weder zu überfordern, noch zu unterfordern. Bereits die griechischen Philosophen haben es gelehrt. Ergebnisse wissenschaftlicher Studien bestätigen sie heute.

Der spirituelle Mensch wirkt jünger und entspannter. Harmonie kann das Gesicht prägen. Was führt zu innerlicher Balance? Da sind Entspannungstechniken anzuführen: Yoga, Qi Gong, Tai-Chi oder Meditation. Manche finden die Ruhe in der Liebe, in der Religion, durch die Musik. Andere konzentrieren sich auf ein gesundes Raumklima, ein natürliches Umfeld, auf schadstofffreie Materialien. Das Erreichen solcher Ziele wurde in den letzten Jahren nicht gerade erleichtert.

Lange vorbei sind die Zeiten, da Stresshormone nur Notfallhormone waren. Biochemische Prozesse beeinflussen auch die menschliche Psyche (Mönche sollen etwa fünf Jahre länger leben als weniger spirituelle Menschen). Bei keinem anderen Lebewesen ist das Gehirn so dauerhaft belastet wie bei uns.

Eine weitreichende Entdeckung lieferte die Gehirnforschung. Sie betrifft Steroide, jene Hormone, die vor allem im Zusammenhang mit Muskeln oder Doping bekannt sind. Tatsächlich ist auch das Gehirn auf große Mengen angewiesen, und zwar so sehr, dass sie dort im Idealfall bedarfsgerecht produziert werden.

Das wichtigste dieser Neurosteroide ist das DHEA – ein Botenstoff, dessen für den alternden Menschen entscheidende Wirkungen bis zur wichtigsten Konferenz des Jahres 1993 über Alter und Krebs praktisch unbekannt waren. Inzwischen ist DHEA als Mutterhormon anderer Botenstoffe anerkannt. Im Gehirn unterstützt es vorrangig die Bildung von Neurotransmittern.

Ein weiterer Stoff ist das Glückshormon Serotonin: fällt es altersbedingt und/oder durch Stress ab, ist der Depression, Antriebsschwäche und Schlafstörung Tür und Tor geöffnet. Hier gilt es diese Botenstoffe genau zu der Tageszeit zu ergänzen, an der sie normalerweise ihr Maximum erreichen.

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Ästhetisches Anti-Aging

Hautstraffung war einmal. Heute ist die Gewebeverschiebung in Kombination mit modernen Technologien im Angebot: Ästhetisches Anti-Aging

Im modernen Verständnis der Ästhetik bedeutet heute das Facelifting mittels Gewebeverschiebung längst nicht alles. Ja, der junge Geist im aktiven, dynamischen, leistungsfähigen Körper will oft nicht wahrhaben, dass das Spiegelbild sein eigenes ist. So bleibt das alternde Antlitz ein zentrales Thema. Bei der weiblichen Brust – das wird in der Praxis immer deutlicher – ist die eigene, persönliche Vorstellung entscheidend. Es ist die Abweichung vom Ideal, die zu erheblichen psychischen Problemen führen kann.

Und die Entwicklung bleibt nicht stehen. Botox? Dieses Lähmungsgift lässt, wenn es um die Beurteilung des Alters geht, die Menschen in Bezug auf den Hals im Stich. Auch die Hände dürfen nicht außer acht gelassen werden. Ohne sie ergibt sich kein stimmiges harmonisches Bild.

Ästhetische Medizin ist ein klinischer Spezialbereich und gleichzeitig ein neues Feld wissenschaftlicher Forschung. Hauptanliegen ist der Einsatz von minimal-invasiven Eingriffen und Anwendungen mit dem Ziel, die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten mit ihrem äußeren Erscheinungsbild zu erhöhen.

Dieses Behandlungsgebiet ist nicht länger beschränkt auf ästhetisch plastische Chirurgie und kosmetische Dermatologie. Eine zunehmende Zahl fachlich speziell ausgebildeter Ärzte bietet eine weite Palette ästhetisch-medizinischer Verfahren an. Auf den Toplisten der Schönheitschirurgie stehen nach wie vor: Brustvergrößerung, Nasenkorrektur, Fettabsaugung, Facelifting, Augenlidstraffung, Bruststraffung, Haartransplantation (dank populärer männlicher Vorreiter zunehmend gefragt) und Abdominoplastik.

In rund 80 Prozent der ästhetisch-medizinischen Anwendungen wird mittlerweile auf Chirurgie verzichtet. Solche nicht-chirurgischen Eingriffe haben sich in den vergangenen 15 Jahren verzehnfacht. Spitzenreiter sind Injektionen mit Botox und Hyaluronsäure, Laser-Haarentfernung, Mikrodermabrasion (mechanischen Peelingmethode), Hautbehandlung mit Laser, Cosmeceuticals (Kombination aus Kosmetik und Medikament), und Carboxy-Therapie (dermatologische Behandlung mit medizinischem Kohlendioxid – CO2) sowie Micro-Needling.

Jahr für Jahr kommen neue Trends und Methoden auf den Anti-Aging-Markt, die die Spuren des Alterns beseitigen und zu jugendlichem Aussehen verhelfen sollen.